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Neues Outlook sendet alle Daten an Microsoft (21.11.2023)
Das sog. "neue Outlook" ersetzt das kostenlose "Mail" in Windows und später auch den klassischen Outlook-Client.

Vorab sei schon einmal gesagt: Bekommen Sie den Umstieg angeboten, lehnen Sie ab!
Denn das neue Outlook sendet sowohl die Zugangsdaten (Benutzernamen und Passwörter) zum Mail-Account (auch von microsoft-fremden Accounts) als auch die E-Mail-Inhalte nebst Anhängen in die Microsoft Cloud. Somit erhält Microsoft den vollständigen Zugriff auf den Account und kann Mails lesen und auswerten.

Nutzer*innen werden nicht angemessen darüber informiert, dass dies passiert, sondern es wird schwammig von einer Synchronisation gesprochen. Wir fragen uns, warum hier keine Datenschutz-Aufsichtsbehörden tätig werden und Klage einreichen. Denn diese Vorgehensweise ist absolut nicht mit der DSGVO vereinbar!

Microsoft begründet diesen Schritt mit einer "konsistenten Nutzererfahrung" (ein Schelm, wer dabei Böses denkt). Dazu gehöre, dass E-Mails geräteübergreifend als gelesen oder ungelesen markiert werden können. Hallo, das Protokoll IMAP kann dies seit seiner Einführung, ohne, dass hierzu Zugangsdaten abfliessen müssen.

FAZIT:
Neu am neuen Outlook ist nur, dass Microsoft alles mitlesen kann und darüber hinaus Zugriff auf die Zugangsdaten hat. Ein echt starkes Stück. So verspielt man Vertrauen, wenn man das denn je gehabt haben sollte!
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