10.12.2018 | 03:18 Uhr
 
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Sessionstore macht u.U. Probleme bei SSDs (04.10.2016)
Fast alle Browser verfügen über eine sog. Sessionstore-Funktion, die eine vorherige Sitzung im Falle des Browser-Absturzes oder bei einem versehentlichen Schliessen wiederherstellen kann.

Der Webbrowser Firefox (Mozilla) erzeugt in der Standardeinstellung alle 15 Sekunden einen Schnappschuss und schreibt so eine beträchtliche Datenmenge auf die Festplatte. Bei intensivem Browsen werden das schnell 30-50 GB pro Tag, unabhängig vom verwendeten Betriebssystem. Ähnlich verhält sich der Internet Explorer von Microsoft sowie Chrome von Google.
Abgesehen davon, dass diese Sicherungsfunktion seine Vorteile hat, bringt sie aber SSDs (Solid-State-Disks) an ihre Betriebsgrenzen. Denn die Flashspeicher sind nicht für eine solch hohe Anzahl an ständigen Schreibvorgängen ausgelegt. Man spricht von max. 40-50 GB am Tag bei einer Nutzungsdauer von 5 Jahren. Somit belastet das Session-Storing die SSD schon immens, denn man speichert ja auch noch Anderes.

Wer auf die Session-Store-Funktion keinen grossen Wert legt, kann im Firefox das Schreibintervall signifikant erhöhen. Dazu ruft man die erweiterte Konfiguration auf, indem man "about:config" in die Adressleiste eingibt. Dann sucht man nach dem Wert "browser.sessionstore.interval" und erhöht den vorgegebenen Wert "15000" (entspricht 15 Sekunden) beispielsweise auf "3600000" (entspricht 60 Minuten) oder höher.

Alternativ bietet sich das Browsen im privaten Modus an, was aber den Nachteil mit sich bringt, dass dann auch keine Chronik und keine Eingaben mehr vorgehalten werden.
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