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Windows 7: Es wird nach Updates gesucht...aber nichts gefunden (14.07.2016)
In der letzten Zeit macht das Windows-7-Update Schwierigkeiten. Sei es, dass ewig nach Updates gesucht wird oder das Herunterladen von Updates bei 0 % stehen bleibt. Zudem scheint die Update-Suche die Ressourcen des Rechners unverhältnismässig nach oben zu treiben, so dass der Prozessor (CPU) und der Arbeitsspeicher (RAM) an ihre Grenzen stossen (vor allem bei älteren Rechnern). Verantwortlich hierfür sind die Prozesse "svchost" und "TrustedInstaller".

Abhilfe schafft in den meisten Fällen folgender Workaround:

  • Als erstes sollte man die Windows-Update-Einstellungen auf "Nie nach Updates suchen (nicht empfohlen)" ändern. Diese Einstellung ist nur temporär aber wichtig und wird später wieder zurückgenommen.

  • Nun den Rechner neu starten, um wirklich sicherzustellen, dass aktuell nicht nach Updates gesucht wird (sprich der Windows-Update-Dienst gestoppt ist).

    Die folgenden eigenständigen Updates müssen über die Verlinkungen heruntergeladen und manuell installiert werden. Ein Reboot/Neustart ist zwischen den einzelnen Installationen NICHT erforderlich (erst am Ende), wenngleich dies gefordert wird.

  • Sofern das Windows 7-Update KB3020369 vom 22.04.2015 nicht bereits installiert ist, sollte dies zuerst installiert werden, weil die nachfolgenden Updates u.U. von diesem abhängig sind.


  • Hernach das Windows 7-Update-Paket KB3161608 vom 20.06.2016 installieren. Es enthält u.a. eine Aktualisierung/Fehlerbeseitigung für das Windows-Update mit der Update-Bezeichnung KB3161647

    Update 01.12.2016: Das Update ist über Microsoft nicht mehr herunterladbar und wurde ersetzt durch KB3172605. Wer damit kein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht, kann die (nur) 64-bit-Variante bei uns (HIER) herunterladen.


  • Anschliessend das Windows 7-Sicherheitsupdate KB3168965 einspielen, welches im Windows-Kernel Fehler in der Speicherverwaltung beseitigt und somit auch den Windows-Update-Dienst, der davon abhängt, wieder "normalisiert".


  • Jetzt den Rechner neu starten

  • Die Windows-Update-Einstellung sollte jetzt wieder auf den ursprünglichen respektive gewünschten Wert zurückgesetzt werden, d.h. entweder auf "Updates automatisch installieren (empfohlen)" oder auf "Updates herunterladen, aber Installation manuell durchführen" oder auf "Nach Updates suchen, aber Zeitpunkt zum Herunterladen und Installieren manuell festlegen".

  • Abschliessend wäre die Windows-Update-Suche manuell anzustossen. Das Auffinden von Updates sollte nun deutlich schneller gehen. Dennoch kann es einige Zeit dauern, sofern sehr viele Updates anstehen, weil das Betriebssystem schon lange nicht mehr aktualisiert wurde. Auch der Download der Updates sollte fortan sofort beginnen und nicht ewig auf 0 % stehen bleiben.



Man könnte fast meinen, die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Windows 7-Update sind von den Redmondern gewollt, um Anwender durch Verärgerung zum Windows 10-Upgrade zu bewegen. Der zeitliche Zusammenhang zum Angebotsende am 29.07.2016 wäre jedenfalls passend bzw. würde das erklären.

Noch ein paar ergänzende Hinweise:

Bei einer Windows 7-Neuinstallation, die von einem älteren Datenträger erfolgt, hilft meist auch das Update KB3102810 zur Beseitigung von Windows-Update-Problemen. Nähere Infos zu diesem Update erhält man auf dieser Microsoft-Seite.

Wir empfehlen zudem: Die Windows-Update-Einstellungen sollten auf wichtige Updates beschränkt bleiben, d.h. Häkchen bei "Empfohlene Updates auf die gleiche Weise wie wichtige Updates bereitstellen" entfernen. Denn die empfohlenen Updates machen erfahrungsgemäss - ohne vorausgegangene Probleme - mehr Ärger als Sinn und sollten nur im Einzelfall bei spezifisch auftretenden Schwierigkeiten installiert werden. Und dann auch nicht en gros, sondern nur das einzelne empfohlene Update, welches das bestimmte Problem beseitigt.

Um sich vor dem penetranten Windows 10-Upgrade zu schützen (die Zwangsbeglückung soll am 29.07.2016 vorbei sein), sehen Sie bitte den Beitrag "Windows 10 Upgrade dauerhaft verhindern" vom 07.02.2016. Laut Microsoft soll Windows 7 noch bis 14. Januar 2020 mit Updates versorgt werden, dann erst endet der erweiterte Support. Es besteht somit überhaupt kein Handlungsbedarf! Zumal Windows 10 doch eher fragwürdige Datenschutzbestimmungen aufweist.

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